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Cefalotin (auch: Cephalotin) ist ein Antibiotikum, welches zur Behandlung bei schweren Infektionen des Blutes, der Knochen, der Gelenke, der Atemwege, der Haut und der Harnwege verwendet wird sowie zur Vorbeugung vor Infektionen während bestimmter Operationen. Es wird semisynthetisch hergestellt und kommt aus der Klasse der Cephalosporine der 1. Generation. Cefalotin wurde 1962 von Eli Lilly patentiert und war das erste Cephalosporin, das vermarktet wurde. Es kam 1963 in den USA als Keflin auf dem Markt, jedoch besteht die Zulassung nicht mehr. Auch in Deutschland gibt es keine Fertigarzneimittel.
Quellen: de.wikipedia.org
== Indikation == Da unter den Cephalosporinen Cefalotin besonders wirksam gegen schwere Staphylokokken-Infektionen ist, wird es meist hier eingesetzt. Dazu gehören etwa Atemwegsinfektionen, Haut- und Weichteilinfektionen (einschließlich Peritonitis), Infektionen des Urogenitaltrakts, Septikämien (einschließlich Endokarditis) sowie Infektionen der Knochen und Gelenke durch entsprechend empfindliche Keime. Prophylaktisch kann Cefalotin angezeigt sein bei vaginaler Hysterektomie, Kopf- und Halsoperation, Einsetzen von Herzklappenersatz und Endoprothesen.
Quellen: de.wikipedia.org
== Wirkungsprinzip und Verstoffwechselung == Die Cefalotin-Moleküle binden – wie alle Cephalosporine – an spezifische Penicillin-bindende Proteine, die für den Neuaufbau der bakteriellen Zellwand benötigt werden. Dadurch wird die weitere Synthese der bakteriellen Zellwand gehindert. Im Körper wird circa die Hälfte des aufgenommenen Cefalotins durch Deacetylierung zu dem weniger aktiven Metaboliten O-Desacetylcefalotin umgewandelt. Die andere Hälfte wird unverändert im Urin eliminiert. Die Plasmahalbwertszeit beträgt – bei normaler Nierenfunktion – rund 50 Minuten.
Quellen: de.wikipedia.org
== Mikrobiologisches Wirkspektrum == Im Allgemeinen weist Cefalotin eine höhere Aktivität gegenüber grampositiven als gegenüber gramnegativen Bakterien auf, wobei letztere in ihrer Empfindlichkeit – je nach Isolat – gegenüber der Substanz stark variieren. In vitro ist Cefalotin beispielsweise wirksam gegen beta-hämolysierende und andere Streptokokken (hingegen sind Enterokokken wie z. B. Streptococcus faecalis resistent), Staphylokokken (einschließlich koagulasepositiver und koagulasenegativer sowie Penicillinase-bildender Stämme; methicillinresistente Staphylokokken jedoch sind nicht empfindlich), Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenza, Escherichia coli, Klebsiella, und Proteus mirabilis.Pseudomonaden sind wie auch andere indolproduzierende Proteobakterien resistent gegenüber Cefalotin.
Quellen: de.wikipedia.org
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